10 trügerische Sicherheiten
So haben Sie es wahrscheinlich noch nicht gesehen:
Trügerische Sicherheiten haben meist fatale Folgen.
Aus Bequemlichkeit, Gutgläubigkeit und Unkenntnis setzen viele unerfahrene Arbeitnehmer und Arbeitslose auf vermeintliche Sicherheiten. Oft mit unerwünschten Folgen.
- 1. Viele Arbeitnehmer durchforsten das Internet nach leicht umsetzbaren Geschäftsideen ohne Risiko und Kapitaleinsatz. Anbieter wissen, was gutgläubige Existenzgründer mit Existenzangst suchen. Sie suggerieren „gemachte Betten“ und Einkommen, die sich nie realisieren lassen.
- 2. Andere fallen auf vermeintliche Geheimtipps, über die euphorisch berichtet wurde, rein. Positive Berichte kommen dem Sicherheitsstreben ängstlicher Menschen schließlich entgegen. Sie übersehen, dass nicht alles zu jedem passt.
- 3. Viele entscheiden sich für Geschäftsmöglichkeiten, für die sich andere in großer Zahl auch schon entschieden haben. Sie übersehen, dass der, der als Letzter in einen überbesetzten Markt eintritt, als Erster wieder geht.
- 4. Manche Gründer glauben, das "todsichere" Geschäftskonzept zum Taschengeldtarif von von einem Verlag kaufen zu können. Sie übersehen, dass es sich meist um schnelllebige Trends, unbekannte Konzepte mit langen Anlaufzeiten und finanziellen Durststrecken, oder eher vagen bis keinen Erfolgsaussichten auf dem deutschen Markt handelt.
- 5. Wiederum andere setzen gutgläubig auf die Übernahme eines angeblich „bestens eingeführten Geschäftes“ welches lediglich „umständehalber“ zu einem Schnäppchenpreis zu haben ist. Sie ahnen nicht, auf welches (finanzielle) Abenteuer sie sich oftmals wirklich einlassen.
- 6. Viele glauben mit Franchising oder anderen Systemgeschäftsmodellen wie Kommissionsagenturen oder einer Handelsvertretung auf der sicheren Seite zu sein. Auch sie ahnen mangels unabdingbarer Kenntnisse nicht, worauf sie sich oftmals wirklich einlassen.
- 7. Viele Arbeitnehmer gründen auf sich gestellt selbst dann, wenn dringend benötigte Kredite verweigert wurden und kaum Kapital zur Finanzierung der Startphase vorhanden ist, weil sie von ihrer "Blitzidee" überzeugt sind.
- 8. Arbeitslose Gründer glauben häufig die Idee des Jahres gefunden zu haben, nur weil eine Fachkundige Stelle den Businessplan überflogen und die Tragfähigkeit der Geschäftsidee theoretisch bestätigt hat.
- 9. Viele Existenzgründer glauben das unabdingbare Know-how für eine erfolgreiche Existenzgründung, ohne zu wissen, was Spreu und was Weizen ist, gratis googlen zu können .
- 10. Nur gründungsunerfahrene "Billigheimer" glauben an auf Ihre persönliche Situation zugeschnittene Gründungsberatung in einschlägigen Internetforen zum Nulltarif.
Rundum-sorglos-Gründung
"Roulette-, Wundertüten- und Karaoke-Gründungen" dominieren das Gründungsgeschehen.
Mit heißer Nadel gestrickte Gründungen nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum mit eingebautem Pleitepotenzial führen überall hin, nur nicht zur erhofften Existenzsicherung.
Trotz eines umfassenden Beratungs- und Informations- angebots scheitern jährlich mehrere hunderttausend Existenzgründer - an sich selbst.
Denn etwas theoretisch zu wissen, oder subjektiv zu glauben oder zu hoffen und zu wollen heißt noch lange nicht es praktisch auch zu können."
--- Peter Gehring